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Houhai Village

Quick Info
Englischer NameHouhai Village (Tenghai Fishing Village)
Chinesisch后海村 kopierenHòuhǎi Cūn
Ziel后海村 kopierenHouhai — Dorf und Surfstrand
Beste ZeitZum Surfen vormittags, wenn der Wind meist noch schwach ist · Wellen von Oktober bis Mai am besten · abends Lagerfeuer und Grillstände
BusBus 28 oder 29 bis zum Parkplatz des Wuzhizhou-Anlegers, von dort zu Fuß ins Dorf — rund 10 ¥.
DidiAus der Innenstadt rund 80–100 ¥, aus Haitang Bay wenige Minuten. Rund um den Anleger staut es sich oft — am besten am Dorfeingang aussteigen.
Route live
EintrittKostenlos
Surfkurs2 Stunden meist 200–350 ¥ inkl. Brett und Ausrüstung · Privatstunde 360–680 ¥
Brett mietenca. 100–200 ¥ pro Tag
Surfschulenüber 50 im Dorf
Nach WuzhizhouFähranleger 5–10 Minuten zu Fuß
Zwanzig Gehminuten vom teuersten Resortstreifen Chinas liegt ein Fischerdorf, in dem sich seit 2020 alles um eine einzige Welle dreht.

Ein Dorf der Bootsleute

Houhai, auch Tenghai-Fischerdorf genannt, liegt am Südende der Haitang-Bucht, dort, wo die Boote nach Wuzhizhou ablegen. Rund 3.000 Menschen leben hier. Viele von ihnen stammen von den Tanka ab — dem Volk der Bootsleute, die über Jahrhunderte auf dem Wasser lebten, weil ihnen das Land verwehrt war. Wer später in Xincun das schwimmende Dorf der Tanka sieht, sieht, woher diese Familien kommen.

Bis vor wenigen Jahren lebte das Dorf vom Fischfang. Die Bucht dahinter ist klein, flach und geschützt, fast wie eine Tasche geformt — und genau das hat alles verändert.

Wie ein Brett ein Dorf verändert hat

Um 2020 wurde Houhai in den chinesischen sozialen Medien als Surfspot entdeckt, befeuert von den vielen Besuchern, die ohnehin für Wuzhizhou herkamen. Innerhalb eines Jahres eröffneten über 200 neue Betriebe: Pensionen, Restaurants, Cafés und Surfclubs. Heute sind es über 50 Surfschulen, und in China nennt man Houhai „das erste Surfdorf des Landes“.

Für viele Familien hat sich der Alltag komplett gedreht. Ein früherer Fischer verkauft heute an der Ecke der ersten Gasse frische Kokosnüsse und nimmt nach eigenen Angaben 400 bis 500 Yuan am Tag ein. Ein anderer Dorfbewohner hat einen eigenen Surfclub gegründet, beschäftigt junge Leute aus dem Dorf als Lehrer und verdient damit über 10.000 Yuan im Monat — mehr, als der Fischfang je eingebracht hat.

Die Welle für Anfänger

Gesurft wird vor allem in der Queen's Bay, auf Chinesisch Huánghòu Wān. Die Bucht ist auf drei Seiten von Hügeln umgeben, der Sand fällt extrem flach ab, und im Bereich, in dem man aufs Brett steigt, reicht das Wasser nicht über den Kopf. Die Wellen sind knie- bis hüfthoch, lang und gleichmäßig — für Fortgeschrittene zu brav, für Anfänger ideal.

Die beste Zeit sind die Monate von Oktober bis Mai, wenn der Nordostmonsun konstante Wellen bringt. Im Spätsommer sorgen Taifune gelegentlich für große Brandung. Neben dem Sandstrand gibt es einen Riffpunkt für Fortgeschrittene und einen versteckten Spot mit gelegentlichen Röhrenwellen, der wegen der scharfen Korallen aber gefährlich ist. Am Strand beim Anleger sieht man oft auch Kitesurfer.

Die Kehrseite

Der Erfolg hat seinen Preis. Alte Fischerhäuser sieht man kaum noch; das Dorf besteht heute aus aufgestockten Häusern mit kleinen Dachgeschossen und bunt bemalten Fassaden. Viele der ersten Surfer und Gründer, die Houhai bekannt gemacht haben, haben ihre Pensionen und Clubs inzwischen verkauft und sind weitergezogen.

Einer der Gründer sagte einem chinesischen Magazin, wenn er heute an Surfen denke, sehe er vor allem dichtgedrängte Menschen. Aus dem Geheimtipp ist in wenigen Jahren ein Massenziel geworden — an Feiertagen teilen sich Hunderte die Welle.

Worauf man bei Kursen achten sollte

Ein zweistündiger Anfängerkurs kostet in Houhai meist 200 bis 350 Yuan, mit Lehrer, Brett, Neoprenshirt und der bunten Sonnenschutzpaste, die die Lehrer ins Gesicht malen. Privatunterricht liegt bei 360 bis 680 Yuan, in Kleingruppen wird es günstiger. Ein Brett allein mietet man für etwa 100 bis 200 Yuan am Tag.

Bei auffällig billigen Angeboten lohnt sich Vorsicht. Chinesische Gäste berichten von Kursen, bei denen erst am Strand Brettmiete und Duschen extra berechnet wurden, die nur 45 Minuten dauerten und bei denen der Lehrer den Großteil der Zeit am Ufer auf sein Handy schaute. Vorher klären: Wie lange dauert der Kurs, was ist inklusive, und wie viele Schüler kommen auf einen Lehrer?

Der Abend

Abends wird Houhai zum Treffpunkt. Am Strand brennen Lagerfeuer, in den Gassen spielen Bands in kleinen Bars, und die Einheimischen betreiben Grillstände. Das Essen ist deutlich günstiger als in den Resorts: Eine große Schüssel Nudeln mit Krabben, Garnelen und Muscheln kostet nur einen Bruchteil dessen, was man zwanzig Minuten weiter bezahlt.

Zwanzig Minuten vom Luxus

An derselben Bucht stehen einige der teuersten Hotels Chinas. Houhai zeigt die andere Seite von Sanya: dieselbe Küste, dasselbe Wasser — aber Surfbretter statt Liegen, Kokosnussstände statt Lobby-Bar, und eine Übernachtung für einen Bruchteil des Preises. Wer beides am selben Tag erlebt, versteht, wie groß die Spannweite dieser Insel ist.

Gut zu wissenBei Surfkursen vorher fragen, was genau im Preis steckt, wie lange der Unterricht dauert und wie viele Schüler auf einen Lehrer kommen. Die billigsten Angebote sind oft nicht die günstigsten.
Gut zu wissenAn Wochenenden und Feiertagen ist das Dorf sehr voll, und rund um den Wuzhizhou-Anleger staut sich der Verkehr. Werktags vormittags ist es am ruhigsten.
Unser Eindruck

Unser Eindruck folgt nach dem Besuch — geplant am 10.11.2026.

Texte: mit KI erstellt, recherchiert aus öffentlichen Quellen · Fotos & Videos: eigene Aufnahmen · Titelgrafik: KI-generiert