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Nanshan — die Guanyin im Meer

Quick Info
Englischer NameNanshan Buddhist Cultural Zone — South China Sea Guanyin
Chinesisch南山海上观音 kopierenNánshān Hǎishàng Guānyīn
Ziel南山文化旅游区 kopierenNanshan — Haupteingang
Beste ZeitVormittags der Tempel · später Nachmittag die Statue als Silhouette gegen die Sonne
BusLinie 125 die Küste entlang bis Nanshan — in Amap prüfen, spätere Fahrten enden teils in Tianya.
DidiVom Crowne Plaza Yazhou Bay rund 10 Kilometer, geschätzt 15–20 Minuten.
Route live
EintrittHochsaison ca. 129 ¥, online etwas günstiger · Elektrobus extra
TicketsAuf Trip.com buchen ↗Affiliate-Link*
Statue108 m, geweiht im April 2005
Brücke280 m bis zur Insel
Drei GesichterSchriftrolle, Gebetskette, Lotos
Dauerdrei bis fünf Stunden
Diese Statue ist fünfzehn Meter höher als die Freiheitsstatue, steht auf einer künstlichen Insel im Meer und hat drei Gesichter, die in drei Richtungen schauen. Gebaut wurde sie erst 2005 — und trotzdem beten hier jeden Tag Tausende Menschen.

Höher als die Freiheitsstatue

Wer nach Sanya fliegt, sieht sie oft schon aus dem Flugzeug: eine weiße Gestalt, die an der Südwestküste der Insel aus dem Meer ragt. Die Guanyin von Nanshan ist 108 Meter hoch, gut fünfzehn Meter höher als die Freiheitsstatue in New York, und gilt nach Angaben der Anlage als die höchste Guanyin-Figur der Welt.

Sie steht nicht an Land, sondern auf einer eigens aufgeschütteten Insel vor der Küste, verbunden mit dem Ufer durch eine 280 Meter lange Brücke. Zusammen mit dem großen Platz davor und den Gärten ringsum bildet sie einen eigenen Bereich von fast dreißig Hektar innerhalb der weitläufigen Tempelanlage.

Ein Projekt von Staat und Glauben

Genehmigt wurde das Vorhaben 1993 von der staatlichen Religionsbehörde und der Provinzregierung, zusammen mit einem neuen Tempel am Fuß des Berges. Der Bau der Statue begann 1999 und dauerte sechs Jahre. Im April 2005 wurde sie in einer großen Zeremonie geweiht. Die Kosten lagen nach offiziellen Angaben bei rund 800 Millionen Yuan.

Den Namenszug schrieb Zhao Puchu, der langjährige Präsident der Buddhistischen Vereinigung Chinas. Das zeigt, wie eng hier Religion, Staat und Tourismus miteinander verwoben sind: Die Anlage ist zugleich Wallfahrtsort, nationales Touristenziel der höchsten Kategorie und Aushängeschild der Insel.

Drei Gesichter, drei Tugenden

Guanyin ist in China die beliebteste Gestalt des Buddhismus: die Bodhisattva des Mitgefühls, zu der Menschen beten, wenn sie Hilfe brauchen. In Nanshan hat sie drei Gesichter, die nach drei Seiten schauen. Das eine hält eine Schriftrolle für die Weisheit, das zweite eine Gebetskette für das Mitgefühl, das dritte eine Lotosblüte für die Reinheit.

Sie steht auf einem Lotos mit 108 Blütenblättern. Die Zahl 108 ist im Buddhismus bedeutsam: Sie steht für die weltlichen Leidenschaften, von denen man sich befreien soll — deshalb hat auch eine buddhistische Gebetskette meist 108 Perlen. Nicht zufällig ist auch die Statue 108 Meter hoch.

Unter der Statue

Unter dem Lotossockel verbirgt sich eine große Halle mit rund 15.000 Quadratmetern, in der weitere Figuren stehen und Mitarbeiter die Bedeutung der Statue erklären. Am Eingang werden oft kostenlos Räucherstäbchen verteilt.

Über Treppen steigt man bis zu den Füßen der Guanyin hinauf. Dort berühren viele Besucher die Zehen der Figur. Das hat einen Hintergrund: Im Chinesischen gibt es die Redewendung „Buddhas Füße umklammern“ — für jemanden, der erst in letzter Minute um Hilfe bittet. Hier kann man es wörtlich tun.

Ein Tempel aus den 1990er Jahren

Die gesamte Anlage ist neu. Der Nanshan-Tempel wurde in den 1990er Jahren im Stil der Tang-Dynastie gebaut, mit großen Hallen, roten Säulen und geschwungenen Dächern. Es ist kein historischer Ort, sondern religiöser Tourismus in großem Maßstab, mit Elektrobussen, Souvenirläden und vegetarischen Restaurants.

Gleichzeitig beten hier echte Gläubige, zünden Räucherstäbchen an und verneigen sich vor der Statue. Viele Familien kommen extra aus dem ganzen Land. Beides stimmt, und beides sieht man an diesem Ort nebeneinander.

Der Berg des langen Lebens

Der Name Nanshan, „Südberg“, ist in China mit einem der häufigsten Glückwünsche verbunden. Zum Geburtstag älterer Menschen wünscht man sich, ihr Leben möge so lang währen wie der Südberg. Deshalb gibt es auf dem Gelände auch ein „Tal des langen Lebens“, und viele Besucher kommen mit ihren Eltern oder Großeltern.

Die Anlage wirbt außerdem damit, am südlichsten Berg Chinas zu liegen. Das Meer vor der Küste ist hier besonders klar, und der Wald an den Hängen ist fast unberührt.

Schon wieder ein Weltrekord

In der Halle der 33 Guanyin-Gestalten stehen Figurengruppen, die laut Beschilderung Weltrekorde halten sollen. Wer die Seite über die Sandbank Yudai in Bo'ao gelesen hat, ahnt es: Nach dem chinesischen Wortlaut stammen diese Einträge von derselben Rekordagentur aus Shanghai, deren Name dem von Guinness zum Verwechseln ähnlich ist.

Es ist ein kleines Detail, aber eines, das auf dieser Reise immer wieder auftaucht — Superlative sind in der chinesischen Tourismuswerbung sehr beliebt, und es lohnt sich, sie einmal nachzuprüfen.

Räucherstäbchen und andere Fallen

In vielen großen Tempelanlagen Chinas gibt es ein bekanntes Muster: Freundliche Menschen bieten eine besondere Segnung an, ein Horoskop oder besonders „wirksame“ Räucherstäbchen — und am Ende steht eine hohe Rechnung. In Nanshan werden am Eingang zur Statue und am Tempel Räucherstäbchen kostenlos verteilt, meist drei pro Person.

Die Regel ist einfach: Die kostenlosen Stäbchen reichen völlig. Wer darüber hinaus etwas spenden möchte, wirft Geld in einen der offiziellen Opferkästen. Auf Angebote von Einzelpersonen, auch wenn sie in Mönchskleidung auftreten, sollte man freundlich verzichten.

Wie man den Tag angeht

Das Ticket kostet in der Hochsaison rund 129 Yuan, online etwas weniger, und gilt mit dem Pass. Das Gelände ist groß: Für den ganzen Rundweg lohnt der Elektrobus, der nacheinander die Statue, den Tempel und das Tal des langen Lebens anfährt. Man sollte drei bis fünf Stunden einplanen.

Die Statue ist am späten Nachmittag am schönsten, wenn sie als Silhouette gegen die tiefstehende Sonne steht. Für den Rückweg sollte man sich Zeit lassen: Am Ausgang sind Taxis und Didi zur Schlusszeit schwer zu bekommen, Busse fahren mit Streckentarif in die Stadt.

Gut zu wissenDie kostenlos verteilten Räucherstäbchen reichen. Keine teuren Segnungen oder Stäbchen von Einzelpersonen kaufen — auch nicht von Leuten in Mönchskleidung.
Gut zu wissenDen Elektrobus nehmen: Das Gelände ist weitläufig, und zwischen Statue und Tempel gibt es wenig Schatten.
Gut zu wissenFür den Rückweg Didi früh bestellen — zur Schlusszeit sind am Ausgang kaum Wagen zu bekommen.
Unser Eindruck

Unser Eindruck folgt nach dem Besuch — geplant am 29.11.2026.

Texte: mit KI erstellt, recherchiert aus öffentlichen Quellen · Fotos & Videos: eigene Aufnahmen · Titelgrafik: KI-generiert